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Geschichtswerkstatt Schule

Die historische Klasse zeigt das schulische Ambiente einer Volksschule zwischen 1920 und 1960. Fast 80% der Einrichtungsvorgaben aus einem Erlass von 1924 sind bereits vorhanden. Exponate z.B. Zweierbänke, Notentafel, Palästinakarte, naturwissenschaftliche Modelle, Landkarten des Kreises, Geschichtskarten, Lehrwerke, etc. Untergebracht ist die historische Klasse im Gebäude der Geschichtswerkstatt an der Rolandsmauer 2 auf ca. 70qm.

 

Ausstellungsraum und Lernstandort für den historischen Unterricht

Die ständige Ausstellung für den historischen Unterricht in den Räumen an der Rolandsmauer 2 wurde vorgestellt am 22.09.2005. Zentral gelegen in der Innenstadt zwischen der Hauptschule Innenstadt und der Pestalozzischule verfügt der 70qm große Klassenraum über 22 hölzerne Zweierbänke mit Tintenfassvorrichtung, diverse Schiefertafeln, Griffel, Ranzen, Federhalter, Tinte, eine Vitrine mit Exponaten, Landkarten, didaktischen Materialien, einem Lehrertische auf einem Podest, ein Schulklavier etc.

Museumsklasse

Historischer Unterricht: Konzeptelemente

Zu Begriff und Bedeutung des ‚historischen Unterrichts‘ recherchierte unser Mitglied Klemens Kirsch. Seine umfänglich verschrifteten Erkenntnisse wollen wir im Rahmen einer besonderen Arbeitsgruppe aufnehmen und in das sich prozesshaft entwickelnde Konzept einarbeiten.

Wer schulgeschichtliche Phänomene inszenieren will, wird sich früh entscheiden müssen, wie er etwa den historischen Unterricht für Kinder unserer Zeit anlegen soll. Wird er eher mit nostalgisch– folkloristischen Attitüden agieren oder sich dem wissenschaftlichen Anspruch aus der Museologie nähern wollen? In der Tendenz sieht sich der Verein klar in der Pflicht, den Besuchern eine Begegnung mit authentischen Objekten zu ermöglichen und ihre Bedeutsamkeit aus dem Kontext der geschichtlichen Quellen zu bestimmen. Damit lösen wir uns von reinen Anmutungen, hüten uns vor ungerechtfertigten Übertreibungen und einseitigen Interpretationen. Wir bleiben frei für einen humorvollen Dialog mit Kindern, die aus dem Besuch Lerngewinn und Erlebnis erhoffen. Dazu nachfolgend ein vorläufiges Unterrichtsangebot für Schulen aus der Region Osnabrück:

Themenschwerpunkt: Schrift und Schreibe

Hier stehen Bausteine zur Auswahl

Alte Handschriften aus Poesiealben im Vergleich mit lateinischen Ausgangsschriften unserer Zeit

Tinte, Gänsekiel und Schreibfeder (Praktische Übungen)

Schiefertafel, Griffel und Schwämmchen (Übungen zur Deutschen Schrift und Süterlin)

Druckschriften in alten und neuen Lehrwerken (Vergleich Fraktur und Antiqua)

Erstbegegnung mit der „strengen Stunde“

Wie man sieht, fallen die Reaktionen der Drittklässler in Erwartung einer „strengen Stunde“ doch sehr differenziert aus. Das Foto zeigt Schülerinnen der 3. Klasse der GS Hagen a.TW.

Der Tagesbesuch einer Klasse umfasst in der Regel und je nach Absprache zwei Zeitstunden. Er bietet neben einer Einführung von ca. 15 Minuten den historischen Unterricht (incl. Pause) von 60 Minuten und eine Reflexionsphase mit den Kindern von wieder ca. 15 Minuten.

Kurz zur Einführung

Versuch eines Zeitensprungs aus der Jetztzeit in die geschichtliche Epoche um 1900. Fragen nach den Vorstellungen der Schüler zu Vergangenem aus Berichten und Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern und anderer Zeitzeugen wie aus dem Fernsehen, der Musik, Kunst und der Literatur.

Vermutungen z.B. zu Schrift, Lob und Tadel in der Schule früher

Rolle der Kinder / Rolle des Lehrers im historischen Unterricht

Anlegen des stilisierten Matrosenkragens als Robe und Aufstellung vor der Museumsklasse.

Kurz zum historischen Unterricht

Der frontal angelegte Unterricht (Ausrichtung der Bänke) folgt in seinen Lern– und Erziehungszielen Vorgaben aus einer Schulordnung von 1909 und weiteren Quellen dieser Zeit etwa zur Handhabung von Schiefertafel und Griffel wie zum Erstleseunterricht etc.. Am historisch obligatorischen Gebet nehmen die Kinder freiwillig teil. Der historische Unterricht, kurz auch als „strenge Stunde“ bestimmt, beschäftigt sich mit einem oder zwei der vorgenannten Bausteine.

Kurz zur Reflexionsphase

Wie die Einführung steht auch die Reflexionsphase unter den allgemeinen Regeln der Schule heute. Im Dialog Schüler/Lehrer wird versucht, den gerade erlebten historischen Unterricht zu beschreiben und dazu Gleiches und Unterscheidbares zum aktuellen Unterricht herauszustellen. Begriffe und Sachverhalte werden als Notizen protokolliert und stehen zur Nacharbeit in der Schule zur Verfügung.

Anmeldung

Die rechtzeitige Anmeldung erfolgt schriftlich oder über Telefon 0541-434069. Ein Vorbereitungsgespräch Tage vor der Veranstaltung ist erwünscht.

Kosten

Der Eintritt von 2 € pro Person (ab 2006) schließt den o.a. skizzierten zweistündigen Aufenthalt wie eine Materialkostenpauschale für eine mehrseitige Arbeitsunterlage ein. Für weitere Frage, oder Terminabsprachen treten Sie bitte mit uns in Kontakt. Verwenden Sie dazu das Kontaktformular.

 
     
  Osnabrücker Schulmuseum Schulmuseum e.V. - 2014