Zum Sommer 1967 wurden die Versetzungstermine auf den 1. August eines jeden Jahres umgestellt - u.a. auch weil das Ausbildungsjahr für "Lehrlinge", wie man damals sagte, am 1. August begann.
Bis dahin hatte es die Versetzungszeugnisse immer zu den Osterferien gegeben und die Halbjahreszeugnisse zu den Herbstferien. In alten Zeugnissen ist noch vermerkt "Ostern" oder "Michaelis" (29. September, also Herbst).

Um diese Umstellung zu bewerkstelligen, wurde deshalb 1966/67 in zwei Kurzschuljahren unterrichtet. Zu Ostern 1966 verließ der letzte Jahrgang, der noch nach dem alten Terminplan unterrichtet worden war, die Schule.
Am 1. Dezember 1966 endete das erste Kurzschuljahr; das zweite ging dann bis zu den Sommerferien 1967. Damit war die Umstellung abgeschlossen.

Der Begriff „Realgymnasium“ bezeichnet eine weiterführende Schulform, die im 19. Jahrhundert aus der Realschule hervorging und neben dem altsprachlichen humanistischen Gymnasium einen alternativen Hochschulzugang eröffnete.

Die Tradition, den Schulanfang der Kinder mit Gebäck und Früchten zu versüßen, kann bis in die Antike zurückverfolgt werden: „Es geben die Lehrer den Knaben süßes Gebäck, damit sie Lust bekommen, die ersten Lektionen zu lernen“ (Horaz, Satiren I, 26/27).

... ... wann der Beginn des Schuljahres auf die Zeit nach den Sommerferien verlegt wurde?

Die Auflösung finden Sie hier.

... dass in den Klassenräumen früher in den Schulräumen drei Karten hängen mussten (Deutschland, die Region, Palästina)?

Viele wundern sich, wenn sie den historischen Klassenraum betreten, über die Palästina-Karte.
Diese war obligatorisch, weil dem Religionsunterricht in den Volksschulen eine höhere Bedeutung eingeräumt wurde als den meisten anderen Fächern. Auf der Karte von Palästina, die gut sichtbar platziert werden musste, konnte gezeigt werden, wo Jesus Christus gewirkt hat.

Historischer Klassenraum mit Palästina-Karte (Foto: OSM)

... was hat ein solches Gerät mit Schule zu tun?

Noch 1917 wird in einer "Schul- und Lehrordnung“ festgelegt, dass neben Waschschüssel nebst Handtuch ein Klassen- oder Schulzimmer zwingend einen Spucknapf zu enthalten habe. Der musste aus haltbarem Material, etwa (emailliertem) Metall oder Keramik gefertigt sein und wurde mit Sand, Sägemehl und Wasser gefüllt.
Wenn Kinder, die möglicherweise an Schwindsucht (Tuberkulose), einer schweren und hoch ansteckenden Lungenkrankheit erkrankt waren, husten mussten, so sollte so der beim Husten anfallende Auswurf aufgefangen werden; dies diente der Vorbeugung und war Bestandteil dessen, was wir heute "Hygienekonzept" nennen.