Die Diskette / „floppy disc“
Wer in den 80er Jahren digitales Material (Texte, mehr passte in der Regel nicht) in die Schule mitnehmen wollte, musste sie zu Hause auf Diskette speichern und dann das digitale Dokument analog mitnehmen.
Unser Bild zeigt zwei solcher Disketten unterschiedlicher Entwicklungsstufen:
– die größere ist eine „floppy disc“, 5,25 Zoll groß und biegsam (oder labberig, wie manche sagen), und sie bietet ganze 360 KB;
– die kleinere ist fest, 3.5 Zoll groß und fasst ganze 1,44 MB; beide bieten eine magnetisch beschichtete Kunststoffscheibe als Datenträger, ähnlich wie bei einer Festplatte.
Vergleichen wir kurz die Datenmenge: Wer eine Hausarbeit – reiner Text! – von 10-15 Seiten auf eine Diskette kopieren möchte, gelangt schon an die Grenzen der 5,25″-Diskette. Sobald Graphiken enthalten sind, wird’s eng, auch für die 3,5″-Diskette.
(Ein Lied in komprimiertem Format in einigermaßen erträglicher Qualität erfordert ca. 6 MB, also den Umfang von knapp 20 bzw. 5 oder 6 Disketten – geht also nicht.)

5,25″ (Zoll)-Diskette, „floppy“ genannt; sie fasst 360KB Daten. (Übrigens kann ein Schreibschutz aktiviert werden, wenn die kleinen Einkerbungen links und rechts überklebt werden.)

Die 3,5″ (Zoll)-Diskette bietet 1,4MB Speicherplatz. (Fotos: OSM)
Ende der 80er Jahre bot das niedersächsische Kultusministerium im Rahmen der Aktion „Neue Technologien und Schule“ Fortbildungen an. Allein für die Textverarbeitung Microsoft „Word“ musste ein ganzer Stapel Disketten vorgehalten werden, je nachdem, ob nur geschrieben, die Rechtschreibung geprüft werden oder gedruckt werden sollte. Nahezu jeder Arbeitsgang erforderte einen Diskettenwechsel (die Lehrkräfte fühlten sich als DJs).
